Origanum mit Honigbiene
Origanum mit Wildbiene
Origanum mit Hummel
Origanum mit Ochsenauge

Origanum vulgare

Dost ist nahezu unverwüstlich, extrem lange blühend, stets gesund und hart im Nehmen.

Wobei das mit der langen Blütezeit nur stimmt, wenn man sich die Arbeit macht und die Pflanzen nach der Blüte zurückschneidet, düngt und, falls nötig, wässert.

Der heimische Dost ist bezüglich seines Standortes nicht allzu heikel, sonnig sollte es sein, ein halbschattiger Platz ist aber besser als kein Dost. Staunässe wird nicht vertragen und die umgebende Vegetation sollte ihn nicht komplett überwachsen. Sind vor dem Wintereintritt lange Triebe stehen geblieben, erfrieren diese oft, schützen aber den Rest der Pflanze. Dost treibt im Frühjahr zuverlässig aus bodennahen Knospen aus. Er bildet sehr kurze Ausläufer und kann so als wüchsiger Bodendecker eingesetzt werden. Es gelingt dem Dost nicht in dicke Staudenhorste hineinzuwachsen. Wer zusätzlich Farbe in den Garten bringen möchte, wählt als Bodendecker Origanum vulgare ‘Aureum’ mit gelbgrünem und sehr dichtem Austrieb.

Die winzigen Blüten produzieren einen sehr zuckerhaltigen Nektar, der viele Wild- aber auch Honigbienen, Hummeln, Falter und blütenbesuchende Wespen lockt. Die Hauptblütezeit des Dosts von Juli bis September fällt in das Sommerloch, wenn auf den Äckern und Feldrainen fast nichts mehr blüht. So ist es nicht verwunderlich, dass üppige Dostbestände auch sehr viele fliegende Besucher locken, obwohl die Einzelblüten so winzig klein sind. Sehr zuverlässig finden sich viele Falter an Dostbeständen ein. Neben zwittrigen Blüten kommen bei Dostpflanzen oft auch rein weibliche Blüten vor, manchmal beobachtet man rein weiblich blühende Pflanzen.

Aus Syrien, der Türkei und Zypern stammt Origanum laevigatum, der Glatte Dost. Eine bei uns im Handel erhältliche Auslese ist der zierliche Origanum laevigatum ‘Hopleys’. Unter der Bezeichnung Origanum laevigatum werden Hybride aus Origanum vulgare und Origanum laevigatum angeboten: ‘Rosenkuppel’, ‘Herrenhausen’ und ‘Aromatico’.

Alle Dostpflanzen und auch die genannten Hybriden säen sich an geeignetem Standort reichlich aus – möchte man dies vermeiden, sollten die Blütenstände unmittelbar nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Das führt praktischerweise zu einer oftmals üppigen Nachblüte.

Gegen die Namenswirrnis: Dost wird auch Wilder Majoran genannt. Und ja, Dost kann Pizzagewürz sein und heißt dann Oregano. Zum Würzen eignen sich am besten solche Auslesen, die für diesen Zweck kultiviert werden wie z.B. ‘Aromatico’, Origanum vulgare subsp. hirtum (Griechischer Oregano) oder Origanum vulgare ‘Compactum’.

Majoran ist eine andere Pflanzenart. Origanum majorana kommt wild in der der Türkei und auf Zypern vor. Majoran ist nicht zuverlässig frostfest und wird als Gewürzkraut meist einjährig kultiviert. Die auch Wurstkraut genannte Pflanze blüht weiß.